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Diderot: El castillo

Das folgende Gedicht beschreibt ein rätselhaftes Schloss… Eine Metapher? Ein Rätsel?

„EL CASTILLO“ – Diderot

Así llegó a un inmenso castillo,
en cuyo frontispicio estaba grabado:

“ A nadie pertenezco y a todos;
antes de entrar, ya estabas aquí,
quedarás aquí cuando salgas.“

Der französische Dichter Denis Diderot schrieb das Gedicht als Teil seines Dramas Jacques le fataliste et son maître (1771). Ungewöhnlich für eine Übersetzung: Die Zeilen behalten im Spanischen ihre schöne Schlichtheit und Klarheit. Hier einmal der Text im französischen Original:

[…] vers un château immense,
au frontispice duquel on lisait:
„Je n’appartiens à personne et j’appartiens à tout le monde.
Vous y étiez avant que d’y entrer,
et vous y serez encore quand vous en sortirez.“

Zum Schluss noch die deutsche Übersetzung:

„DAS SCHLOSS“ – Diderot

So kam er zu einem riesigen Schloss,
in dessen Front eingemeißelt stand:

„Niemandem gehöre ich und gehöre doch allen;
bevor Du eintrittst, warst Du bereits hier,
Du wirst hier bleiben, wenn Du fortgehst.“

Ortega: Ideario

Cabo de São Vicente - Westliche Spitze Europas

Verwirrung und Staunen angesichts einer Welt, die sich immer schneller um uns dreht – das drückt Ortega in seinem Werk „Ideario“ aus. Teile des Gedichts werden zu Beginn des Musikvideos zu „Standby“ von Extremoduro vorgelesen.

Ideario

Me da vértigo el punto muerto
y la marcha atrás,
vivir en los atascos,
los frenos automáticos y el olor a gasoil.
Me angustia el cruce de miradas
la doble dirección de las palabras
y el obsceno guiñar de los semáforos.

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